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Heizspiegel 2026: Heizöl und Pellets werden teurer, Gas etwas günstiger
Was heißt das für dich
- Eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus kostete 2025 mit Gas im Schnitt 1.170 Euro Heizkosten, für 2026 schätzt co2online 1.120 Euro.
- Mit Heizöl steigt die Schätzung von 1.030 auf 1.275 Euro, mit Pellets von 735 auf 860 Euro.
- Rund 90 Prozent der Haushalte könnten sparen, in einer Wohnung im Schnitt etwa 465 Euro im Jahr.
- Mit der neuen Vergleichstabelle prüfst du, ob dein Haus beim Verbrauch niedrig, mittel, erhöht oder zu hoch liegt.
Die Zahlen für eine 70-m²-Wohnung
Der Heizspiegel 2026 beruht auf Abrechnungen für das Jahr 2025. Für 2026 gibt co2online eine Schätzung ab. Die Werte gelten für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus:
| Heizung | 2025 (abgerechnet) | 2026 (Schätzung) |
|---|---|---|
| Erdgas | 1.170 € (+14 %) | 1.120 € (−4 %) |
| Heizöl | 1.030 € (0 %) | 1.275 € (+24 %) |
| Fernwärme | 1.295 € (+6 %) | 1.310 € (+1 %) |
| Wärmepumpe | 715 € (+5 %) | 735 € (+3 %) |
| Holzpellets | 735 € (+20 %) | 860 € (+17 %) |
Die Prozentwerte zeigen die Veränderung zum jeweiligen Vorjahr. Als Gründe für 2025 nennt co2online höhere Preise einzelner Energieträger und den kälteren Winter.
Warum Gas 2026 etwas günstiger werden könnte
Bei Erdgas erwartet co2online für 2026 eine leichte Entlastung, weil die Gasspeicherumlage weggefallen ist. Die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise könnten aber mit Verzögerung bei den Verbrauchern ankommen und die Kosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen lassen. Wer mit Öl heizt, merkt die gestiegenen Preise schon jetzt. Mehr dazu unter Energiepreise.
Die Vergleichstabelle nutzen
Die neue Tabelle im Heizspiegel-Flyer ordnet Verbrauch und Kosten je Quadratmeter ein, getrennt nach Gebäudegröße und Energieträger. Wichtig: Sie bewertet das ganze Gebäude, nicht deine Wohnung. Du brauchst deshalb aus deiner Abrechnung den Verbrauch oder die Kosten des ganzen Hauses und dessen Gesamtfläche. Wie das geht und welche Grenzwerte gelten, steht unter Heizkosten pro Quadratmeter.
Das kannst du tun
- Leg deine letzte Abrechnung neben die Tabelle und prüf, wo dein Haus steht. Liegt es bei “zu hoch”, lohnt ein Gespräch mit dem Vermieter über den Zustand der Heizung.
- Schätz mit dem Nachzahlungs-Check unten, ob deine Vorauszahlung für 2026 reicht.
- Was du beim eigenen Heizverhalten tun kannst, steht Schritt für Schritt unter Richtig heizen.
- Hältst du die Abrechnung für falsch, geh sie mit Heizkostenabrechnung prüfen durch.
Nachzahlungs-Check: Reicht deine Vorauszahlung?
Trag deine Heizkosten aus der letzten Abrechnung und deine monatliche Vorauszahlung für Heizung und Warmwasser ein. Der Check rechnet mit der Veränderung, die co2online für 2026 schätzt. Das ist eine grobe Schätzung, kein Ergebnis für deine Wohnung: Wetter, dein Verbrauch und dein Tarif können alles verschieben.
Veränderung je Energieträger: Schätzung von co2online für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus, 2026 gegenüber dem Abrechnungsjahr 2025 (Heizspiegel 2026). Eine höhere Vorauszahlung kannst du freiwillig vereinbaren; wann der Vermieter sie anpassen darf, steht unter § 560 BGB einfach erklärt.
Quellen
Passt dazu
- Heizkosten pro qm: Vergleichswerte nach EnergieträgerIm Mehrfamilienhaus mit Gas liegen die Heizkosten im Mittel bei bis 16,70 Euro pro qm und Jahr. Heizspiegel-Werte aller Energieträger und wie du richtig rechnest.
- Kaltmiete, Warmmiete, Bruttokaltmiete: Was du wirklich zahlstWarmmiete ist Kaltmiete plus kalte Betriebskosten plus Heizung und Warmwasser. Was die Begriffe bedeuten, was Heizen kostet, wann sich Vorauszahlungen ändern.
- Gas, Heizöl, Fernwärme, Strom: So entwickeln sich die PreiseHeizöl ist binnen eines Jahres um rund die Hälfte teurer, Gas, Strom und Fernwärme etwas billiger. Was das für Nebenkosten und Vorauszahlung heißt.