Heizkosten-Check: Sind deine Heizkosten zu hoch?
„Nur meine Wohnung“ ergibt eine grobe Einordnung, „Ganzes Haus“ den Vergleich wie im Heizspiegel. „Eigener Boiler“ meint Warmwasser aus Durchlauferhitzer oder Boiler. Kosten oder Verbrauch reichen, beides zusammen sagt mehr. Du kannst Kommas und Tausenderpunkte verwenden.
Kosten in Euro je m² und Jahr
- niedrig bis 10,10 € dein Wert
- mittel bis 16,70 € dein Wert
- erhöht bis 25,50 € dein Wert
- zu hoch ab 25,51 € dein Wert
Verbrauch in kWh je m² und Jahr
- niedrig bis 64 kWh dein Wert
- mittel bis 120 kWh dein Wert
- erhöht bis 194 kWh dein Wert
- zu hoch ab 195 kWh dein Wert
Trag die Wohnfläche und die Heizkosten oder den Verbrauch eines Jahres ein.
Niedrig heißt: Besser geht es laut Heizspiegel kaum. Viel zu holen ist beim Heizen nicht mehr.
- Bekommst du regelmäßig Geld zurück, kannst du nach der Abrechnung die Vorauszahlung senken. Wie das geht, regelt § 560 BGB.
- Die übrigen Posten lohnen trotzdem einen Blick: Nebenkostenabrechnung prüfen.
Mittel heißt: Das Gebäude liegt laut Heizspiegel im Durchschnitt. Kein Alarm, aber Luft nach unten.
- Mit ein paar Gewohnheiten sparst du ohne Komfortverlust: Richtig heizen.
- Geh die Abrechnung einmal Punkt für Punkt durch: Heizkostenabrechnung prüfen.
- Heizt das Haus mit Gas oder Öl, prüf den Anteil des Vermieters am CO2-Preis mit dem CO2-Kosten-Rechner.
Erhöht heißt: Laut Heizspiegel verbraucht jedes zweite vergleichbare Haus weniger.
- Prüf zuerst die Abrechnung: Energiepreis, Verteilerschlüssel, Kostenarten. Die Schritte stehen unter Heizkostenabrechnung prüfen.
- Was du selbst am Thermostat und beim Lüften ändern kannst: Richtig heizen.
- Bei Gas oder Öl trägt der Vermieter in einem Haus mit hohem Ausstoß einen größeren Teil des CO2-Preises: CO2-Kosten-Rechner.
- Rechne mit einer Nachzahlung. Nach der Abrechnung dürfen beide Seiten die Vorauszahlung anpassen (§ 560 BGB).
Zu hoch heißt: Laut Heizspiegel sind 90 Prozent aller Wohngebäude effizienter. Das kann am Haus liegen und ist für sich noch kein Fehler in der Abrechnung.
- Prüf die Abrechnung gründlich und verlang Einsicht in die Belege: Heizkostenabrechnung prüfen und, für alle übrigen Posten, Nebenkostenabrechnung prüfen.
- Bei Gas oder Öl: Kontrollier die Aufteilung des CO2-Preises mit dem CO2-Kosten-Rechner. Je mehr CO2 das Haus ausstößt, desto mehr zahlt der Vermieter.
- Was du selbst in der Hand hast, steht unter Richtig heizen.
- Stell dich auf eine höhere Vorauszahlung ein. Die Regeln dafür erklärt § 560 BGB.
- Bei einer hohen Nachzahlung helfen der örtliche Mieterverein oder die Verbraucherzentrale.
Was das Ergebnis kann und was nicht
- Der Heizspiegel bewertet Gebäude, nicht Wohnungen. Die Vergleichswerte beziehen sich laut co2online auf die gesamte Wohnfläche eines Gebäudes. Mit der Tabelle lässt sich der Verbrauch einer einzelnen Wohnung in einem zentral beheizten Haus nicht bewerten.
- Mit den Werten deiner Wohnung bekommst du nur eine grobe Orientierung. Eine Wohnung unterm Dach oder mit vielen Außenwänden braucht in der Regel mehr als die Wohnung in der Mitte des Hauses, auch bei gleichem Verhalten.
- Für den echten Vergleich wählst du oben „Ganzes Haus“ und trägst die Heizkosten, den Verbrauch und die Wohnfläche des gesamten Gebäudes ein. Alle drei stehen in der Heizkostenabrechnung.
- Nicht für Jobcenter oder Sozialamt. co2online schreibt selbst, dass sich der Heizspiegel nicht eignet, um die Angemessenheit der Heizkosten einzelner Wohnungen zu prüfen.
Datenstand: Heizspiegel 2026, Abrechnungsjahr 2025, Vergleichstabelle von co2online, geprüft am 1. Oktober 2026.
Stand: (Vergleichswerte des Heizspiegel 2026 gegen die Quelle geprüft). Nutzung: Der Rechner ist kostenlos, läuft in deinem Browser und überträgt keine Eingaben. Texte und Darstellung dieser Seite stehen unter CC BY 4.0: Du darfst sie mit der Quellenangabe „wohnung-besser-heizen.de“ weiterverwenden. Das gilt nicht für die Vergleichswerte des Heizspiegels: Sie stammen von co2online, für sie gelten deren Bedingungen. Ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.
So rechnet der Rechner
- Heizkosten geteilt durch Wohnfläche ergibt Euro je m² und Jahr. Verbrauch geteilt durch Wohnfläche ergibt kWh je m² und Jahr.
- Wird dein Warmwasser nicht über die Heizung, sondern mit Durchlauferhitzer oder Boiler erwärmt, kommt der Zuschlag aus dem Heizspiegel dazu: 24 kWh oder 2,60 Euro je m² bei Erdgas, Heizöl, Fernwärme und Holzpellets, 9,6 kWh oder 2,50 Euro bei einer Wärmepumpe. Die Vergleichswerte enthalten nämlich Raumwärme und Warmwasser.
- Der Rechner rundet auf Cent und auf ganze kWh, so wie die Tabelle ihre Grenzen angibt, und sucht die Zeile für Gebäudegröße und Energieträger.
Steht der Verbrauch in der Abrechnung in Litern oder Kubikmetern: 1 Liter Heizöl oder 1 m³ Erdgas entspricht laut Heizspiegel jeweils etwa 10 kWh. Stecken Kaltwasserkosten in der Summe, rechne sie vorher heraus.
Zeigen Kosten und Verbrauch verschiedene Klassen, hilft das beim Suchen. Ist der Verbrauch unauffällig, aber die Kosten liegen eine Klasse höher, lohnt der Blick auf den Energiepreis in der Abrechnung. Ist es umgekehrt, wird im Haus viel verbraucht, aber günstig eingekauft.
Die Vergleichswerte des Heizspiegel 2026
Alle Werte gelten je Quadratmeter Wohnfläche des Gebäudes und Jahr, für das Abrechnungsjahr 2025, Raumwärme und Warmwasser zusammen. Für Gebäude über 500 m² nennt der Heizspiegel nur Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Energieträger untereinander lassen sich mit der Tabelle laut co2online nicht vergleichen.
Kosten in Euro je m² und Jahr
| Gebäude | Heizung | niedrig | mittel | erhöht | zu hoch |
|---|---|---|---|---|---|
| 80 bis 150 m² | Erdgas | bis 8,00 € | bis 15,70 € | bis 27,20 € | ab 27,21 € |
| 80 bis 150 m² | Heizöl | bis 10,00 € | bis 16,50 € | bis 26,30 € | ab 26,31 € |
| 80 bis 150 m² | Fernwärme | bis 6,80 € | bis 15,70 € | bis 33,00 € | ab 33,01 € |
| 80 bis 150 m² | Wärmepumpe | bis 5,10 € | bis 9,70 € | bis 20,60 € | ab 20,61 € |
| 80 bis 150 m² | Holzpellets | bis 5,40 € | bis 10,90 € | bis 18,60 € | ab 18,61 € |
| 150 bis 250 m² | Erdgas | bis 8,30 € | bis 15,20 € | bis 24,40 € | ab 24,41 € |
| 150 bis 250 m² | Heizöl | bis 8,90 € | bis 14,00 € | bis 21,70 € | ab 21,71 € |
| 150 bis 250 m² | Fernwärme | bis 7,60 € | bis 16,70 € | bis 29,50 € | ab 29,51 € |
| 150 bis 250 m² | Wärmepumpe | bis 4,70 € | bis 8,80 € | bis 17,90 € | ab 17,91 € |
| 150 bis 250 m² | Holzpellets | bis 5,20 € | bis 10,00 € | bis 15,80 € | ab 15,81 € |
| 250 bis 500 m² | Erdgas | bis 10,10 € | bis 16,70 € | bis 25,50 € | ab 25,51 € |
| 250 bis 500 m² | Heizöl | bis 10,30 € | bis 14,70 € | bis 22,00 € | ab 22,01 € |
| 250 bis 500 m² | Fernwärme | bis 8,20 € | bis 18,50 € | bis 29,70 € | ab 29,71 € |
| 250 bis 500 m² | Wärmepumpe | bis 6,40 € | bis 10,20 € | bis 19,40 € | ab 19,41 € |
| 250 bis 500 m² | Holzpellets | bis 6,50 € | bis 10,50 € | bis 16,70 € | ab 16,71 € |
| über 500 m² | Erdgas | bis 9,70 € | bis 16,50 € | bis 24,70 € | ab 24,71 € |
| über 500 m² | Heizöl | bis 9,10 € | bis 15,00 € | bis 23,70 € | ab 23,71 € |
| über 500 m² | Fernwärme | bis 9,80 € | bis 16,80 € | bis 26,40 € | ab 26,41 € |
Verbrauch in kWh je m² und Jahr
| Gebäude | Heizung | niedrig | mittel | erhöht | zu hoch |
|---|---|---|---|---|---|
| 80 bis 150 m² | Erdgas | bis 65 kWh | bis 127 kWh | bis 220 kWh | ab 221 kWh |
| 80 bis 150 m² | Heizöl | bis 106 kWh | bis 176 kWh | bis 280 kWh | ab 281 kWh |
| 80 bis 150 m² | Fernwärme | bis 42 kWh | bis 96 kWh | bis 202 kWh | ab 203 kWh |
| 80 bis 150 m² | Wärmepumpe | bis 19 kWh | bis 36 kWh | bis 77 kWh | ab 78 kWh |
| 80 bis 150 m² | Holzpellets | bis 74 kWh | bis 152 kWh | bis 259 kWh | ab 260 kWh |
| 150 bis 250 m² | Erdgas | bis 67 kWh | bis 123 kWh | bis 197 kWh | ab 198 kWh |
| 150 bis 250 m² | Heizöl | bis 95 kWh | bis 149 kWh | bis 231 kWh | ab 232 kWh |
| 150 bis 250 m² | Fernwärme | bis 47 kWh | bis 103 kWh | bis 181 kWh | ab 182 kWh |
| 150 bis 250 m² | Wärmepumpe | bis 18 kWh | bis 33 kWh | bis 67 kWh | ab 68 kWh |
| 150 bis 250 m² | Holzpellets | bis 72 kWh | bis 139 kWh | bis 220 kWh | ab 221 kWh |
| 250 bis 500 m² | Erdgas | bis 64 kWh | bis 120 kWh | bis 194 kWh | ab 195 kWh |
| 250 bis 500 m² | Heizöl | bis 81 kWh | bis 128 kWh | bis 206 kWh | ab 207 kWh |
| 250 bis 500 m² | Fernwärme | bis 39 kWh | bis 103 kWh | bis 175 kWh | ab 176 kWh |
| 250 bis 500 m² | Wärmepumpe | bis 17 kWh | bis 31 kWh | bis 67 kWh | ab 68 kWh |
| 250 bis 500 m² | Holzpellets | bis 58 kWh | bis 116 kWh | bis 209 kWh | ab 210 kWh |
| über 500 m² | Erdgas | bis 60 kWh | bis 119 kWh | bis 188 kWh | ab 189 kWh |
| über 500 m² | Heizöl | bis 69 kWh | bis 132 kWh | bis 224 kWh | ab 225 kWh |
| über 500 m² | Fernwärme | bis 48 kWh | bis 93 kWh | bis 154 kWh | ab 155 kWh |
Was die Zahlen für eine Wohnung im Jahr bedeuten und wie du die Werte deines Hauses aus der Abrechnung holst, steht im Artikel Heizkosten pro qm.
Wenn das Ergebnis hoch ausfällt
Eine hohe Klasse beweist keinen Fehler in der Abrechnung. Ein schlecht gedämmtes Haus mit alter Heizung kostet mehr, und daran kannst du als Mieter wenig ändern. Drei Dinge kannst du aber tun: die Abrechnung prüfen, dein eigenes Heizverhalten anschauen und die Vorauszahlung im Blick behalten.
Die Prüfung der Heizkosten beschreibt die Anleitung Heizkostenabrechnung prüfen, alle anderen Posten von Grundsteuer bis Hauswart der Artikel Nebenkostenabrechnung prüfen. Der Rechner ersetzt keine Beratung. Bei einer strittigen Abrechnung hilft der örtliche Mieterverein oder die Verbraucherzentrale.