Was kostet ein Heizlüfter pro Stunde?
Sicherheit geht vor Sparen
- Direkt in die Wandsteckdose. Heizlüfter gehören nicht an Mehrfachsteckdosen; auch Verlängerungen und Kabeltrommeln solltest du möglichst vermeiden.1,2
- Abstand halten. Stell das Gerät mit möglichst großem Abstand zu Vorhängen, Polstermöbeln und allem Brennbaren auf und deck es nie ab.2,3
- Nie unbeaufsichtigt. Nicht laufen lassen, wenn du schläfst oder aus dem Haus gehst, und nach dem Benutzen ausschalten.3,4
- Keine Wäsche trocknen. Kleidung oder Handtücher auf oder vor dem Gerät können es überhitzen.2,3
- Im Bad nur mit Freigabe. Dort nur Geräte, die laut Bedienungsanleitung dafür zugelassen sind, und mit Abstand zu Dusche, Badewanne, Waschbecken und Wasserhahn.2,3
- Sicherung fliegt immer wieder raus? Das kann auf einen Mangel an der Elektrik hindeuten. Melde es dem Vermieter schriftlich, statt es weiter zu probieren.5
- Bedienungsanleitung lesen und ein beschädigtes Gerät nicht mehr benutzen oder selbst reparieren.2,3
So rechnet der Rechner
Leistung in Kilowatt mal Laufzeit in Stunden mal Strompreis. Ein Gerät mit 2.000 Watt sind 2 Kilowatt, also 2 kWh je Stunde unter Volllast. Deinen Arbeitspreis findest du auf der letzten Stromrechnung oder im Kundenportal deines Anbieters.
Die Rechnung nimmt Dauerbetrieb an. Geräte mit Thermostat schalten zwischendurch ab, sobald der Raum warm ist. In einem kleinen, halbwegs dichten Raum liegt der echte Verbrauch deshalb darunter, in einem zugigen Altbauzimmer kaum.
Heizlüfter, Infrarot, Ölradiator: Wer ist sparsamer?
Keiner. Jede elektrische Direktheizung macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme. Die Geräte unterscheiden sich darin, wie schnell und wo die Wärme ankommt, nicht im Wirkungsgrad. Ein Infrarotpaneel mit 600 Watt ist nur deshalb billiger als ein Heizlüfter mit 2.000 Watt, weil es weniger heizt.
Wann sich elektrisch zuheizen lohnt
- Kurz und punktuell: zehn Minuten im Bad, eine Stunde am Schreibtisch in einem sonst unbeheizten Zimmer.
- In der Übergangszeit, wenn die Zentralheizung im Haus noch nicht läuft.
- Als Notlösung bei Heizungsausfall. Den Ausfall trotzdem sofort schriftlich dem Vermieter melden.
Als Ersatz für die Zentralheizung lohnt es sich praktisch nie: Eine Kilowattstunde Strom kostet ein Mehrfaches einer Kilowattstunde Wärme aus Gas oder Fernwärme.
Wenn der Heizlüfter die Heizung ersetzen muss
Heizt du elektrisch zu, weil die Wohnung nicht warm wird, ist das meist ein Fall für den Vermieter. Welche Temperatur dir zusteht, steht unter Mindesttemperatur in der Wohnung. Bleibt ein einzelner Heizkörper kalt, hilft oft der Artikel Heizkörper wird nicht warm. Und wenn der Vermieter nichts unternimmt: Mietminderung wegen kalter Heizung.
Der Rechner schätzt nur die Stromkosten. Er ersetzt weder eine Rechtsberatung noch die Sicherheitshinweise in der Anleitung deines Geräts. Bei Streit mit dem Vermieter helfen der örtliche Mieterverein oder die Verbraucherzentrale.
Quellen
- Innenministerium Baden-Württemberg, Feuerwehr-Tipps: Brandrisiko Mehrfachsteckdosen
- Verbraucherportal Bayern (LGL): Elektroheizungen für Innenräume
- Aktion Das Sichere Haus: Brandgefahr durch Heizlüfter und Radiatoren
- Feuerwehr Mülheim an der Ruhr: Tipps und Ratschläge
- Mieterverein Heidelberg: Elektrik in der Mietwohnung